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Vom Frieden und der Weihnachtsfreude:
Konzert der Chorgemeinschaft Unterpfaffenhofen-Germering
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Von Winfried Gessner

„Verleih uns Frieden gnädiglich“ – wieder war es der von Mendelssohn-Bartholdy vertonte Ruf nach Frieden mit dem die Chorgemeinschaft Unterpfaffenhofen-Germering unter Leitung ihrer Dirigentin Caroline Lichtinger-von Stein das traditionelle Weihnachtskonzert eröffnete. Der Sehnsucht nach Frieden musikalisch Ausdruck zu verleihen und die Romantik des Weihnachtsfestes, die Freude zu erleben, sei das Ziel dieses Abends, betonte Moderatorin Eva Trossen in ihrer Begrüßung. Sie moderierte im Wechsel mit Bruno Lichtinger diesen Konzertabend. Mit „Freu dich, Erd und Sternenzelt“ griff der Chor in der vollbesetzten Don Bosco Kirche schwungvoll das Leitmotiv Freude auf, um dann in zarten Bildern einer erblühenden Rose, „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, die Geburt Christi zu feiern. Nach einem
frohen Hirtenlied und tänzerisch-heiteren Besingen des weihnachtlichen Lichterglanzes übergab der Chor, mit viel Beifall bedacht, an das vereinseigene Vokalensemble Cantus Gaudium. „Adeste, fideles“ mit ansteckender Begeisterung vorgetragen, mündete ins winterlich-verträumte „Leise rieselt der Schnee“ und gipfelte im vertonten Rilke-Gedicht: „Es treibt der Wind im Winterwalde“. Eine Tanne, Wind und Schneetreiben ergeben, „der einen Nacht der Herrlichkeit“ harrend, wie es im Lied heißt – das Weihnachtsgeheimnis, wunderbar interpretiert.
Wunder geschahen auch in der von Bruno Lichtinger vorgetragenen Weihnachtsgeschichte: Der hartherzige Wirt zu Bethlehem avancierte zum Engel. Die Kammermusiker der Familie Baumann rundeten diese amüsante Begebenheit mit einem Allegro aus Carl Stamitz „Quartetto Es-Dur“ ab. 

In Zeiten militärischer Konflikte weltweit, auch in Europa, ist die Bitte um Frieden dringender denn je. Mit Heinrich Schütz' Motette aus der Zeit des 30-jährigens Kriegs „Verleih uns Frieden“ trug der Chor, tief berührend, ein weiteres Mal ein Gebet um Frieden vor. Eine Ahnung des ersehnten Friedens vermittelte John Rutters romantisches „Candlelight Carol“, einfühlsam interpretiert von Chor und Kammermusik beim Schein unzähliger Kerzen.
Das zeitlose Bild einer Mutter in ihrer Liebe zum neugeborenen Kind. Vivaldis Barock-Choralsatz „In exitu Israel“,
die Flucht aus Knechtschaft, Ohnmacht und Unterdrückung, mit Kraft und Leidenschaft von Chor und Streichern fulminant und äußerst überzeugend interpretiert, belohnte das Publikum mit donnerndem Applaus.

Die von Eva Trossen vorgetragene Geschichte schilderte Gedanken und Gefühle einer Frau, eines Kindes und eines Soldaten an Weihnachten. Es bewegte sie die Frage, warum die weihnachtliche Freude und Liebe nicht das ganze Jahr überdauert.

Mit Arvo Pärts' „Da Pacem Domine“, einem vertonten Gebet aus dem 9. Jahrhundert, schloss sich der Kreis der Bitten um Frieden. Schlichte, überzeitliche, beinahe sphärische Klänge, getragen vom Licht der Kerzen, erfüllten den Kirchenraum mit einem Gefühl von Frieden. Frieden und Geborgenheit strahlte auch A. Öhrwalls „Nocturne" aus, vom Chor in Schwedisch und Deutsch vorgetragen – eine Mutter die ihr Kind singend in den Schlaf wiegt. Bilder vom alten Weihnachtsbrauch des Christkindwiegens stellten sich ein. Beim sich anschließenden Gospel „Didn't my Lord deliver“ zeigte der Chor, dass er auch Pop-Sound kann, und leitete über zum Auftritt von Cantus Gaudium mit internationalen Weihnachtsliedern: „Fum, Fum, Fum“ feiert mit katalanischer Begeisterung die Heilige Nacht und davon singt auch „Nacht, Nacht, heilige Nacht“ aus Schweden: Stiller Lichterglanz, Bitte um das Ende der Kriege Geheul, Sehnsucht nach Frieden heißt es dort. „Jingle Bells“ rundete den Ausflug in die Weihnachtsfreude anderer Länder ab. Mit einem „Rondo“ aus W.A. Mozarts Quartett No 1 griffen die Streicher der Familie Baumann die fröhliche, beschwingte Stimmung des Cantus Gaudium Vortrags auf, bevor der Chor sich auf den Altarstufen zu seinem letzten Auftritt dieses Abends versammelte. L. Maierhofers „Trage Frieden in die Welt“, eingeleitet von Bruno Lichtinger mit den Worten „Frieden ist nur mit dem Feind möglich“ und mit gehaltvollen Texten zwischen den Strophen ergänzt, rückte einmal mehr das große Anliegen des Konzertes, Frieden, in den Mittelpunkt. Weihnachtsfrieden, Liebe und Freude, davon erzählten beim Kerzenschein im Halbdunkel des Kirchenraums auch
J. F. Reichardts „Heilige Nacht“ und F. Grubers „Stille Nacht, heilige Nacht“, vom Chor mit einem sehr gefühlvollen,
6-stimmigen Satz vorgetragen. Bevor sich Chor und Orchester zum gemeinsamen Schlusslied versammelten, trat Bruno Lichtinger noch einmal vor das Mikrofon: Mit herzlichen Worten dankte er Stadtpfarrer Jaster, der die Kirche zur Verfügung gestellt hatte, dem Publikum und den Akteuren dieses Abends, vor allem aber der Dirigentin Caroline Lichtinger-von Stein, die als künstlerisch Verantwortliche durch Auswahl und Einüben des zu Gehör gebrachten das Konzert entscheidend geprägt hatte.
Mit John Rutters „Weihnachtswiegenlied“ boten Chor und Orchester einen stimmungsvollen Abschluss eines an Höhepunkten reichen Konzertabends. Die Konzertbesucher dankten mit großem Applaus, Standing Ovations und Rufen nach Zugaben, die mit einem Jodler und Händels „Joy to the world“ gerne gegeben wurden. Das von Publikum, Chor und Streichern gemeinsam gesungene „O du fröhliche“ beschloss den gelungenen Konzertabend.

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Chorgemeinschaft Unterpfaffenhofen-Germering
Adventskonzert in St. Nikolaus, Prag

Von Winfried Gessner

Am 28. November brach die Chorgemeinschaft Unterpfaffenhofen-Germering (CGUG) zu ihrer traditionellen Adventskonzertreise auf. Prag war das Ziel, auf dem Programm stand ein gemeinsames Adventskonzert mit dem Frauenchor Niesky in der Kirche St. Nikolaus am Altstädter Ring. Begegnungskonzerte dieser Art sind für die CGUG ein fester Bestandteil eines Chorjahres. Unter Leitung ihrer Dirigentin Caroline Lichtinger-von Stein reiste die Chorgemeinschaft nach Prag und bezog Quartier im Hotel Viennahouse. Eine Besichtigung des Ständetheaters am Nachmittag führte den Chor in die Altstadt Prags. Als Nationaltheater erbaut, ging das Haus mit den Uraufführungen der Mozart-Opern Don Giovanni und La clemenza di Tito, von Mozart dirigiert, in die Musikgeschichte ein.

Ein Bläser-Ensemble rundete mit einem Exclusiv-Konzert für den Chor die informative Führung durch das Theater ab.

 

Das Abendessen im Hotel bot Gelegenheit den Frauenchor Niesky kennenzulernen, mit dem man am nächsten Nachmittag ein Adventskonzert in St. Nikolaus geben wird. Der Chor entstand 1961 als Frauenchor der Polizei in Niesky, einer Stadt in der Oberlaussitz. Beim Abendessen durften Gesangsproben der Chorgemeinschaft natürlich nicht fehlen. Die anwesenden Gäste genossen den kleinen „musikalischen Flashmob“ und applaudierten begeistert. Der Tag des Konzerts, der 29.11., begann für die CGUG mit einer ausgedehnten Schifffahrt auf der Moldau.

Die Stadt aus der Flussperspektive zu betrachten – gewiss ein unvergessliches Erlebnis. Pünktlich um 14 Uhr eröffnete der Frauenchor Niesky das Adventskonzert in St. Nikolaus, einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten Europas. Unter Leitung ihrer Dirigentin Christiane Brendler trug der Chor eine gelungene Mischung osteuropäischer, französischer und deutscher Winterlieder vor, die den Charme und die Romantik der kalten Jahreszeit besingen. Es gab großen Applaus für den Frauenchor. Die CGUG begann mit Mendelssohn-Bartholdys ‚Verleih uns Frieden‘, gefolgt von klassischen, internationalen und alpenländischen Chorstücken zur Adventszeit.

Der Chor verabschiedete sich nach langanhaltendem Applaus mit ‚Lebet wohl ihr Freunde‘ (L. Maierhofer) auf deutsch und tschechisch.

Ein geführter Rundgang durch die adventlich geschmückte Prager Altstadt bot Gelegenheit auf ein gelungenes Konzert bei einem Glas Glühwein anzustoßen. Zum Abendessen traf man sich im Rittersaal des traditionsreichen Restaurant „U Fleku“. Bei böhmischen Spezialitäten und dunklem Lagerbier regte ein Akkordeonspieler zum Mitsingen bekannter Volkslieder an. Später, an der Hotelbar, bei Wein, Bier und viel Gesang klang ein erlebnisreicher Pragbesuch harmonisch aus.

 

Die Rückreise am folgenden Tag führte nach Bayreuth, wo man auf dem Weg zum Markgräflichen Opernhaus am Grab Richard Wagners dem Meister mit einem Andachts-Jodler die Ehre erwies.

Die Besichtigung des im Auftrag von Markgräfin Wilhelmine erbauten Opernhauses bildete den glanzvollen Abschluss einer an Höhepunkten reichen Chorreise. Der Gang durch eines der bedeutendsten Zeugnisse barocker Theaterarchitektur glich einer Zeitreise durchs höfische 18. Jahrhundert. Der letzte Abschnitt der Chorreise wurde mit Selbstgebackenem versüßt, wie überhaupt die Bordverpflegung, frische Butterbrezn zum Beispiel, stets das Wohlbefinden der Reisenden hochhielt. Gemeinsam essen und trinken, gemeinsam lachen und das Wichtigste, gemeinsam singen. Nach diesem Rezept wird der Chor als Klangkörper mit jeder Reise mehr und mehr eine Einheit. Über nahezu leere Straßen erreichte der Chor vorzeitig Germering wo vorweihnachtliche Auftritte und das große Weihnachtskonzert auf dem Plan stehen:

Am 14.12., nach einem Auftritt im Hospiz, folgt um 18 Uhr das Singen auf dem Christkindlmarkt.

Ganz besonders freut sich die Chorgemeinschaft auf den 26.12., auf das traditionelle Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche Don Bosco, Otto-Wagner-Str. 11.  Beginn um 19 Uhr – der Eintritt ist wie immer frei.

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Gemeinsamer Auftritt mit dem Frauenchor Niesky
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1. Juni 2025

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Chorgemeinschaft ehrt Komponisten und Musiker mit Candlelight Konzert

Von Winfried Gessner

„Viele verachten die edele Musik“, mit dieser Einsicht des Komponisten Bachofen, eröffnete die Chorgemeinschaft Unterpfaffenhofen-Germering schwungvoll unter Leitung ihrer Dirigentin Caroline Lichtinger-von Stein das Candlelight Konzert. Doch die Vielen, die in den Orlando Saal der Stadthalle gekommen waren, verachteten die Musik ganz gewiss nicht, was ihr begeisterter Applaus immer wieder bewies. Sie waren in das Lichtermeer unzähliger Kerzen gekommen, um sich an den Werken großer Komponisten zu erfreuen, die im Jahr 2025 einen runden Geburtstag einen runden Todestag, oder beides verzeichnen. Moderator Bruno Lichtinger, der durch den Abend gewohnt souverän, humorvoll und informativ führte, freute sich in seinem Willkommensgruß auch darüber, die Repräsentanten der Stadt, der Kirchen und des Germeringer Kulturlebens begrüßen zu dürfen.

Mit Palestrinas Motette „Illumina occulos meos“, als Kanon vorgetragen, führte der Chor zu den Renaissancekomponisten Dowland und Tallis. John Downlands ‚Come again‘ beklagt zeitlos den Liebeskummer, vom Chor überzeugend vorgetragen. Thomas Tallis Motette ‚If ye love me‘ zitiert Worte Jesu an seine Jünger, ergreifend interpretiert vom Vokalensemble Cantus Gaudium.

Zeitlos bis zum heutigen Tag ist auch die Sehnsucht nach Frieden. Geprägt vom 30-jährigen Krieg komponierte Heinrich Schütz die Motette ‚Verleih uns Frieden‘. Chor und Vokalensemble, begleitet vom Kleinen Tanztee-Syndikat trafen mit diesem Trost und Hoffnung spendenden Werk auch den Nerv unserer Zeit, wie der langanhaltende Beifall bewies.

Aus Händels Feuerwerk Musik - sie feierte das Ende eines Kriegs - trug das Kleine Tanztee-Syndikat „La Rejouissance“ vor, fröhlich, mitreißend.

Froh und beschwingt variierten auch Thomas Noichl am Klavier und der Chor Händels „The Harmonious Blacksmith“ in perfekter Harmonie. Händel hätte es bestimmt gefallen.

Mit Johann Sebastian Bachs „Invention E-Dur“ eröffnete der Pianist Thomas Noichl die Feier des größten Jubilars dieses Abends, gedenkt man doch in diesem Jahr seines 340. Geburtstags und seines 275. Todestags. Der „Fünfte Evangelist“ wird er noch heute genannt. Sein „Psallite Deo“, von Cantus Gaudium beschwingt vorgetragen, fordert, Gott mit ausgelassener Freude zu begegnen. Die Freude ist auch das Herzstück des Chorals „Jesus bleibet meine Freude“ von Chor und dem Kleinen Tanztee-Syndikat anrührend interpretiert. Mit einer Bach Bourrée nach einem Arrangement von Ward Single und heiter gesungen von Cantus Gaudium schloss die Feier für den Größten, über den einer sagte: Nicht alle Musiker glauben an Gott, aber alle glauben an Bach.

Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete Das Kleine Tanztee-Syndikat mit dem „Donauwalzer“, ein Geburtstagsständchen für den Komponisten Johann Strauss Sohn, dessen 200. Geburtstag man in diesem Jahr feiert. Dem „Walzerkönig“ huldigte auch der Chor mit „Wiener Blut“, begleitet vom  Kleinen Tanztee-Syndikat.

Vom Dreivierteltakt ins Feierliche, fast Meditative führte Pianist Noichl mit Maurice Ravels „Pavane pour une infante défunte“, um mit Béla Bartóks „Suite op 14, 1. Satz - Allegretto“ spritzig, modern abzuschließen. 

Modern ging es auch mit Carl Orffs „Odi et amo“, Hass und Liebe, weiter, wuchtig vom Chor vorgetragen, gefolgt von „Ecce gratum“, im stampfenden Rhythmus vom Chor intoniert. Rhythmus und Klang – so wurde der Geist des lateinischen Textes, einer toten Sprache, wieder lebendig.

Vor den Songs der Pop Größen John Lennon und Elvis Presley spielte Das Kleine Tanztee-Syndikat, als Sorbet gewissermaßen, Dimitri Schostakowitsch „Waltz II“ aus der Jazz-Suite.

Mit dem Beatles-Liebeslied „Michelle“, eine Lennon / McCartney Komposition, entführte Cantus Gaudium, zart und einfühlsam, in die 60er Jahre. 1971, die Beatles waren schon Geschichte, veröffentlichte John Lennon „Imagine“, ein sanfter Song, doch ein starker Appell gegen Hass, Hunger und Krieg. Es wurde die Hymne der Friedensbewegung. Der eindringliche Vortrag von Cantus Gaudium erinnerte an die traurige Realität – Frieden ist noch immer nur ein Wunsch, eine Sehnsucht. Mit Elvis Presleys Liebeslied aus den 50er Jahren „Love me tender“, von Chor und Pianist innig interpretiert, schloss der Ausflug in die Popmusik. Nach Frieden sehnt sich auch der noch lebende Jubilar Arvo Pärt. Er vertonte ein Friedensgebet, „Da Pacem Domine“, aus dem 9. Jahrhundert nach Bombenanschlägen in Madrid 2004. Der einfache Klang dieser Komposition, frei von vordergründiger Effekthascherei, verlangt die ruhige Entfaltung eines jeden einzelnen Tons. Der Chor wurde dieser hohen Anforderung gerecht. Die zeitlose Schönheit der schlichten Klänge, getragen vom Licht der Kerzen, vermittelte Ruhe und Andacht. Großer Applaus - die Botschaft kam an. Für geistliche Chormusik, aber auch Kompositionen für das englische Königshaus, steht der Name des zweiten, noch lebenden Jubilars dieses Abends, John Rutter. „For the beauty of the earth“, Rutters beliebteste Komposition, ein hymnischer Lobpreis des Schöpfers und der Schönheit seiner Schöpfung, der Erde, von Chor und Pianist ergreifend schön wiedergegeben. Nicht minder bewegend „The Lord bless you and keep you“. Ein biblischer Segenswunsch, den Rutter für einen verstorbenen Freund vertont hat. Das lange abschließende Amen im warmen, liebevollen Kerzenlicht – ein Gänsehautmoment. Donnernder Applaus für geistliche Chormusik - Chor und Publikum waren einmal mehr eins. Vor dem Schlusslied dankte Bruno Lichtinger dem Publikum, den Akteuren auf der Bühne und vor allem der künstlerisch Verantwortlichen dieses Abends, Caroline Lichtinger-von Stein. Ohne sie als kreativer Kopf, Motor und Ideengeberin hätte es dieses Konzert nicht gegeben. Zum Dank wurde ein Blumenstrauß unter großem Applaus überreicht.

Sehnsucht nach Frieden, Liebe, Geborgenheit klang in manchen Beiträgen dieses Abends an. Von Sehnsucht handelt auch „Irgendwo auf der Welt“, das Schlusslied des Candlelight Konzerts. Werner R. Heymann komponierte es 1932, 1933 musste er wegen seiner jüdischen Abstammung aus Deutschland fliehen. Das Los der Emigration teilten auch die jüdischen Mitglieder der Comedian Harmonists, die diesen Schlager populär gemacht hatten. Ein Lied für alle die unterwegs sind, freiwillig oder gezwungen, immer auf der Suche nach „dem kleinen bisschen Glück“, wie es im Lied heißt, damals wie heute.

Doch nach dem Schlusslied war immer noch nicht Schluss: Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations, die Akteure auf der Bühne antworteten mit „Wiener Blut“, dem Schlussteil.

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